CDU Stadtverband Weiterstadt

Forderungen der Koalition zur Kreistagssitzung am 9. Februar

„Landkreis Darmstadt-Dieburg als starker Partner der Bundeswehr“ und „Ablehnung der Abflugroute ‚Cindy S‘ und des Anflugverfahrens ‚Segmented Approach‘“

Für die letzte Kreistagssitzung der aktuellen Legislaturperiode am 9. Februar 2026 hat die SPD-CDU-Koalition zwei wichtige Anträge eingebracht, die die Menschen in unserem Landkreis umtreiben. „Angesichts des schrecklichen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wurde uns die wichtige Bedeutung unserer Streitkräfte für ein Leben in Freiheit wieder einmal ins Bewusstsein gerufen. Ob im In- oder Ausland: Der Dienst unserer Soldatinnen und Soldaten ist mit großen Anstrengungen und Entbehrungen verbunden. Ihnen gebührt unser Dank und unsere Anerkennung“, lobt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nils Zeißler. „Nach den diversen diesbezüglichen verbalen Entgleisungen in Kreistagssitzungen des ehemaligen fraktionslosen Kreistagsabgeordneten Werner Bischoff ist es einmal an der Zeit, sich klar zur Bundeswehr mit unseren Soldatinnen und Soldaten zu bekennen und auch den Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine als solchen zu verurteilen.“

Foto: CDU/Christiane LangFoto: CDU/Christiane Lang

Ein wesentlicher Pfeiler der Bundeswehr ist die Reserve. Neben der Verteidigung des Landes und der Teilnahme an internationalen Krisenmanagement-Einsätzen übernimmt die Reserve auch wichtige Aufgaben für den Heimatschutz und die nationale Krisenvorsorge. Damit diese Aufgaben erfüllt werden können, sind robuste und belastbare Strukturen unabdingbar. Diese können durch eine starke Partnerschaft zwischen den Arbeitgebern der Reservistinnen und Reservisten sowie der Bundeswehr geschaffen werden.

„Hierfür ist es unerlässlich, dass genügend Arbeitgeber ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Reservedienst freistellen. Nur so kann der Erhalt und Ausbau des Reservedienstes gesichert werden. Als großer Arbeitgeber sollte der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit gutem Beispiel vorangehen und sein Engagement zur Unterstützung der Reserve weiter ausbauen“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Maximilian Schimmel. 

Als weiteres Thema wird eines aufgegriffen, dass die Menschen in vielen Kommunen des Landkreises seit Sommer 2025 so sehr beschäftigt und verärgert hat, wie kaum ein anderes: die Einführung der neuen Abflugroute ‚Cindy S‘. Betroffen sind vor allem die Kommunen Erzhausen und Messel, aber auch Dieburg, Groß-Zimmern, Roßdorf, Griesheim, Alsbach-Hähnlein und Pfungstadt. In den Weiterstädter Stadtteilen Gräfenhausen und Schneppenhausen sollte es spürbar leiser werden. Das ist – so die Eindrücke der Betroffenen – nicht der Fall. Viele der aufgezählten Kommunen wurden von der massiven Fluglärmzunahme überrascht.
„Die Verlagerung der Flugroute und des Fluglärms spaltet die Region. Wir brauchen echte Lärmminderung und müssen den verbleibenden Fluglärm fair verteilen. Das ist hier nicht geschehen. Wir fordern daher zum Schutz der Menschen in unserem Landkreis, den Betrieb der Flugroute ‚Cindy S‘ schnellstmöglich zu beenden“, fordert die Erzhäuser Bürgermeisterin und Kreistagsabgeordnete Claudia Lange.

Im Rahmen der aktuellen Diskussion um die Flugroute ‚Cindy S‘ wird ebenfalls erneut deutlich, dass Veränderungen in der Anflugführung immer auch Auswirkungen auf weiter entfernte Kommunen haben. Dies gilt ebenso für den ‚Segmented Approach‘, dessen Anwendung bereits erfolgt. Schaafheim und Babenhausen profitieren von diesem Verfahren bislang jedoch nicht. Vielmehr wird vor Ort beobachtet, dass sich in den späten Abend- und frühen Morgenstunden – zunehmend auch vor 5:00 Uhr – zusätzliche Überflüge bemerkbar machen. 

„Während andere Regionen durch die neue Routenführung entlastet werden, kommt es im Ostteil unseres Landkreises zu einer spürbaren Mehrbelastung. Diese Auswirkungen müssen bei der weiteren Ausgestaltung und Optimierung des Verfahrens zwingend berücksichtigt werden, um eine faire und ausgewogene Lärmbilanz für alle betroffenen Kommunen sicherzustellen“, ergänzt der Schaafheimer Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete Daniel Rauschenberger.