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12.10.2018, 10:31 Uhr
LKW-Fahrverbot in Gräfenhausen seit September 2018 – Zu schnelles Fahren wird dadurch nicht gestoppt
In der Stadtverordnetenversammlung am 13. September 2018 teilte Bürgermeister Ralf Möller mit, dass es nach einer Verkehrszählung seitens der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil die Möglichkeit gegeben habe, für LKWs mit mehr als 3,5t ein Durchfahrtverbot für Gräfenhausen anzuordnen. Hiervon habe er auch seit kurzem Gebrauch gemacht. Ausgenommen davon seien die Anlieferung und die Abholung von Waren. Er teilte weiter mit, dies sei rechtlich notwendig gewesen, um das Radfahren entgegen der Einbahnstraße in der Wixhäuser Straße und der Schlossgasse zuzulassen.
Die CDU-Kommunalpolitiker sahen und sehen andere sinnvollere Maßnahmen, als die Einbahnstraßenregelung oder das LKW-Fahrverbot, die Verkehrsteilnehmer zu schützen und das Fahrradfahren in Gräfenhausen weiter zu fördern. Vermehrte Geschwindigkeitskontrollen wären dabei als erstes zu nennen. „Für einen Bürgermeister, der sich darauf beruft, beruflich aus der Wirtschaftsförderung zu kommen, ist dies eine fragwürdige Entscheidung“, meint die Stadtverordnete Ina Dürr. „Natürlich wird es so sein, dass nun das örtliche Gräfenhäuser Gewerbe durch das Verbot Absatzverluste hinnehmen muss, da die LKW-Fahrer ihr Frühstück nun woanders kaufen oder anderen Orts tanken werden.“

Außerdem sollten die Verantwortlichen auch an die Bürgerinnen und Bürger denken, insbesondere an die Seniorinnen und Senioren, welche kein Auto mehr fahren, die Innenstadtgeschäfte aber z. B. mit dem Rollator auch fußläufig erreichen können. Diese Bevölkerungsgruppe ist besonders auf die Geschäfte in den Ortskernen angewiesen.

Uns als Weiterstädter Christdemokraten und auch dem Gräfenhäuser Ortsverband ist persönlich sehr daran gelegen, auch zukünftig in Gräfenhausens Ortsmitte einkaufen zu gehen und nicht nur zwischen den verschiedenen Discountern oder Ketten-Supermärkten auswählen zu können. „Wir als CDU stehen für die Sicherung der örtlichen Einzelhandelsstruktur und befürchten, dass die Verkehrspolitik des Bürgermeisters am Ende Arbeitsplätze und möglicherweise Einkaufsmöglichkeiten in Fachgeschäften kosten wird. Denn die Einbahnstraßen hat er – entgegen der CDU-Meinung – selbst durch Anordnung als Straßenverkehrsbehörde geschaffen. Da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Wir sind nicht mit der Einbahnstraßenregelung zufrieden. Die Autos fahren nun sehr schnell, was insbesondere für den Schulweg der Grundschüler ein Risiko darstellt. Unsere Bedenken zu diesem Thema wurden aber bei der Entscheidung des Bürgermeisters nicht ernst genommen“, so Dürr abschließend.
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