| 30.08.2011, 12:42 Uhr | |
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| CDU ist weiterhin gegen Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Müllhalde Ökonomische und Ökologische Vernunft geht bei Entscheidung vor purer Symbolpolitik Die Weiterstädter CDU Fraktion bleibt auch weiterhin bei ihrem Nein zur geplanten Photovoltaikanlage, auf der ehemaligen Müllhalde in Weiterstadt. Die Stadtverwaltung hat auf Antrag der ALW Fraktion geprüft, ob auf der ehemaligen Müllhalde, Richtung JVA Weiterstadt, eine Photovoltaikanlage errichtet werden kann. Das Projekt soll 1,7 Mio. € kosten und muss voll über Fremdkapital finanziert werden. Die Verwaltung erhofft sich eine Rendite von 7 %. Jedoch hat die Verwaltung berechnet, dass wegen der Zerstörung des Biotopes 150 000,00 € in Ausgleichsflächen zu investieren sind, d.h. in anderen Gemeinden erfolgt dann die Wiederaufforstung durch die Ökoagentur, während in Weiterstadt für den Bau einer Photovoltaikanlage, welche auch auf einem beliebigen Ackergrundstück errichtet werden könnte, eine wertvolle Naturlandschaft geopfert werden soll. „Die CDU Fraktion hat in der Vergangenheit immer die Errichtung von Photovoltaikanlagen begrüßt und unterstützt. Hier ist der Eingriff in die Natur jedoch „unverhältnismäßig“, so der Vorsitzende der CDU Fraktion, Lutz Köhler. „Es kann nicht angehen, dass unter dem Vorwand des Klimawandels und eines erwarteten Gewinns für die Stadtkasse, ein in den vergangen Jahrzehnten sich entwickeltes Biotop vernichtet wird. Die örtlichen Jagdpächter haben uns bestätigt, dass es sich bei der ehemaligen Müllhalde um wertvolles Rückzugsgebiet für seltene Insekten, Reptilien, Kleinsäugern, Vögeln und andere Wildtierarten handelt. Im Jahr 2002 wurde der Jagdpächter, welcher für dieses Biotop zuständig ist, für seine hervorragende Gestaltung des Biotopes sogar mit dem Staatsehrenpreis des Landes Hessens ausgezeichnet. Zudem werden dort Führungen für Schulkinder durchgeführt, damit diese einen besseren Zugang zur Natur bekommen. Dieses Biotop muss auch in Zukunft erhalten bleiben. “ so Köhler weiter. Alle Fraktionen im Magistrat und in der Betriebskommission der Stadtwerke haben beschlossen, dass die Anlage nicht errichtet werden soll. Diese Vorlage stand dann auf der Tagesordnung für die letzte Sitzung des Umweltausschusses. Hier wurde das Vorhaben jedoch auf Bitten des Bürgermeisters Peter Rohrbach von der Tagesordnung genommen, mit der Begründung, dass SPD und ALW noch Beratungsbedarf hätten. „Wir gehen davon aus, dass der Bürgermeister versuchen wird ALW und SPD zu überreden, dem Projekt doch noch zuzustimmen. Wir bleiben jedoch bei unserem „Nein“ zur Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Müllhalde. Bei uns geht Naturschutz vor Gewinnen für die Stadtkasse.“ |
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